ValueStockFinder

Analysemethodik

ValueStockFinder analysiert rund 3.500 börsennotierte Unternehmen nach einem einheitlichen fundamentalen Research-Framework. Nach neuen Quartalsergebnissen wird die Analyse aktualisiert und mit der vorherigen Einschätzung verglichen. Dabei verbindet ValueStockFinder standardisierte Finanzdaten mit breiter, KI-gestützter Recherche aus Unternehmensquellen, Fachmedien und Finanzpublikationen. Ziel ist eine konsistente und vergleichbare fundamentale Einordnung über ein grosses Unternehmensuniversum hinweg.

Zwei getrennte Grundlagen: Finanzdaten und qualitative Recherche

ValueStockFinder trennt bewusst zwischen quantitativen Finanzdaten und qualitativer Analyse. Die sichtbaren Finanzkennzahlen und historischen Zeitreihen werden nicht von KI erzeugt oder geschätzt. Sie stammen aus standardisierten Finanzdatenquellen, die veröffentlichte Unternehmensdaten aus Finanzberichten, regulatorischen Einreichungen und offiziellen Unternehmensmeldungen vereinheitlichen und vergleichbar aufbereiten. Je nach Rechnungslegungsstandard beruhen diese Daten beispielsweise auf IFRS oder US GAAP. Forward-Schätzungen von Analysten werden als externe Konsensschätzungen behandelt und klar von historischen Unternehmensdaten getrennt.

Die qualitative Analyse basiert dagegen auf einer breiten KI-gestützten Internetrecherche. Für jede Unternehmensanalyse wird gezielt untersucht, welche fundamentalen Entwicklungen hinter den Zahlen stehen, welche Ursachen Wachstum oder Margenveränderungen erklären, welche strukturellen Trends relevant sind und welche Risiken sich verändert haben. Quantitative Daten und qualitative Recherche bilden zwei getrennte, aber miteinander verknüpfte Analyseebenen.

Primärquellen stehen am Anfang

Die Recherche beginnt mit den Quellen des Unternehmens selbst. Besonders wichtig sind die jeweils neuesten Quartals- und Jahresberichte, Earnings Releases, regulatorische Veröffentlichungen, Investor-Relations-Mitteilungen, Präsentationen und Management-Aussagen. Nach jeder Ergebnisveröffentlichung wird gezielt geprüft, was sich gegenüber dem vorherigen Quartal verändert hat und welche Aussagen des Managements durch die gemeldeten Zahlen gestützt werden.

Unternehmensaussagen werden nicht automatisch als Schlussfolgerung übernommen. Sie werden im Kontext externer Informationen beurteilt, damit die Analyse nicht allein auf der Sichtweise des Managements beruht.

Breite externe Recherche

Nach der Auswertung der Primärquellen wird die Recherche bewusst erweitert. ValueStockFinder berücksichtigt relevante Fachmedien, Branchenpublikationen, sektorbezogene Analysen, etablierte Finanzmedien und weitere seriöse wirtschaftliche Veröffentlichungen. Dadurch werden Unternehmensmeldungen in den grösseren Markt-, Wettbewerbs- und Branchenkontext eingeordnet.

Diese breite Recherche ist besonders wichtig bei Fragen zu Marktanteilen, Wettbewerbsdynamik, technologischen Veränderungen, regulatorischen Risiken oder strukturellen Branchenentwicklungen. Ziel ist, Unternehmensangaben kritisch einzuordnen und durch externe Perspektiven zu ergänzen.

Von der Recherche zur strukturierten Fundamentalanalyse

Die recherchierten Informationen werden in ein einheitliches Analysemodell überführt. ValueStockFinder bewertet Unternehmen unter anderem in den Bereichen Wachstum, Profitabilität, Bewertung, finanzielle Stabilität, Wettbewerbsvorteile, Marktpotenzial, Technologie, strukturelle Trends und zyklische Positionierung.

Dabei werden nicht nur einzelne Kennzahlen betrachtet, sondern die zugrunde liegenden Ursachen und Zusammenhänge. So wird beispielsweise analysiert, ob Wachstum aus Volumen, Preissteigerungen, Produktmix, Marktanteilsgewinnen, Übernahmen, zyklischer Erholung oder strukturellen Markttrends entsteht.

Ursachen und Zusammenhänge

Finanzkennzahlen und qualitative Recherche werden gemeinsam betrachtet. Die Zahlen zeigen die Entwicklung des Unternehmens, die Textanalyse ordnet sie ein und untersucht die zugrunde liegenden Ursachen.

ValueStockFinder analysiert, welche Faktoren Wachstum, Profitabilität, Stabilität und Bewertung beeinflussen. Dazu gehören unter anderem Preis- und Volumeneffekte, Produktmix, Marktanteilsveränderungen, Akquisitionen, Kostenentwicklung, strukturelle Branchentrends und zyklische Einflüsse.

So entsteht aus quantitativen Daten und breiter Recherche ein zusammenhängendes Bild der fundamentalen Entwicklung des Unternehmens.

Jede neue Analyse wird mit der vorherigen verglichen

Ein einzelnes Quartal wird nicht isoliert betrachtet. Jede neue Analyse wird mit der vorherigen Einschätzung verglichen. Dadurch wird sichtbar, welche Annahmen sich bestätigt haben, welche Risiken zu- oder abgenommen haben und ob sich das fundamentale Profil des Unternehmens tatsächlich verändert hat.

Der Fokus liegt auf strukturellen Veränderungen. Kurzfristige Effekte wie Währungseinflüsse, Einmaleffekte, schwierige Vergleichsperioden, Lagerzyklen oder temporäre Margenschwankungen werden von dauerhaften Veränderungen im Geschäftsmodell, in der Wettbewerbssituation oder in der Ertragsqualität unterschieden.

Was KI übernimmt und was nicht

KI wird bei ValueStockFinder eingesetzt, um grosse Mengen öffentlich verfügbarer Informationen zu recherchieren, relevante Aussagen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, aktuelle Entwicklungen mit früheren Analysen zu vergleichen und qualitative Informationen in eine konsistente Analyse zu überführen.

Die Finanzdaten selbst werden nicht von KI erzeugt. Historische Unternehmenszahlen, Finanzkennzahlen und Zeitreihen stammen aus standardisierten Datenquellen. KI wird auch nicht dazu verwendet, fehlende historische Zahlen frei zu schätzen oder zu erfinden. Diese Trennung ist ein zentraler Bestandteil der Methodik.

Konsistenz über tausende Unternehmen

Der eigentliche Vorteil der Automatisierung liegt nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern in der Konsistenz. Rund 3.500 Unternehmen können mit denselben analytischen Fragen, derselben Struktur und derselben Bewertungslogik untersucht werden.

Dadurch entsteht eine systematische Vergleichbarkeit über Märkte, Branchen und Unternehmensgrössen hinweg. Jedes Unternehmen wird nach denselben Grundprinzipien geprüft und in ein konsistentes Analysemodell überführt.

Research als Grundlage für die eigene Beurteilung

ValueStockFinder kennt weder die persönliche finanzielle Situation noch die individuellen Anlageziele oder die Risikotoleranz eines Nutzers. Die Plattform bietet deshalb keine persönliche Anlageberatung und gibt keine individuellen Handlungsanweisungen.

Die Analysen schaffen eine strukturierte Research-Grundlage. Nutzer können nachvollziehen, wie sich die Fundamentaldaten eines Unternehmens entwickeln, welche Ursachen dahinterstehen, welche strukturellen Chancen und Risiken relevant sind und welche Annahmen für die weitere Entwicklung entscheidend sind.

Daten- und Recherchequalität

ValueStockFinder legt Wert auf aktuelle und verlässliche Informationen. Unternehmensangaben können nachträglich angepasst werden, externe Quellen können Fehler enthalten, Konsensschätzungen verändern sich laufend und KI-gestützte Recherche kann Informationen falsch interpretieren.

Deshalb priorisiert ValueStockFinder Primärquellen, trennt quantitative Daten und qualitative Analyse, recherchiert wesentliche Entwicklungen über mehrere Quellen und aktualisiert die Analysen regelmässig nach neuen Unternehmensberichten.

Unser Research-Prinzip

Harte Finanzdaten bilden die Grundlage. Breite Recherche liefert den Kontext. Ein einheitliches Analysemodell macht beides über tausende Unternehmen hinweg vergleichbar.